Was bestimmt den Coaching-Erfolg?

 
 
Die Faktoren, welche den Wirkungsgrad von Coaching wesentlich beeinflussen, sind die Beziehung zwischen Coach und Klient, der Einsatz verbalorientierter Techniken bzw. verhaltensorientierter Methoden sowie die Veränderungsmotivation des Klienten.  Als Ergebnis einer Faktorenanalyse konnte T. Schmidt (2003; Coaching. Eine empirische Studie zu Erfolgsfaktoren bei Einzel-Coaching. Unveröffentl. Diplomarbeit, Technische Universität Berlin) neun Faktoren identifizieren, die einen relevanten Zusammenhang zum Coaching-Erfolg zeigten. Der Coaching-Erfolg wurde dabei über die Gesamtzufriedenheit der Klienten, das Ausmass der Zielerreichung und die Bereitschaft der Klienten, wieder ein Coaching in Anspruch zu nehmen, operationalsiert. Die Bedeutung der jeweiligen Erfolgsfaktoren ergibt sich aus folgender Rangordnung:
 
  1. Qualifikation des Coachs: Der Coach berät praxisorientiert und berücksichtigt den Kontext. Am wichtigsten sind die Glaubwürdigkeit und die Wertschätzung des Coachs.

  2. Engagement des Coachs: Motivation und Interesse des Coachs am Klienten, gegenseitiges Vertrauen.

  3. Klarheit / Ziele: Triangulationkompetenz (Umgang mit Dreiecksverträgen), Umgang mit Rollen, Methoden und Vorgehensweisen.

  4. Entlastung / Weiterentwicklung: Beziehungsqualitäten (Ehrlichkeit, Akzeptanz, Angstfreiheit) sowie praxisorientierte Arbeit und aktive Mitarbeit.

  5. Coaching-Setting: Bereitschaft zur Zeitinvestion, Motivation, Emotionen zulassen, Kreativität, psychologischer Vertrag, angemessene Forderung und Nähe in der Interaktion.

  6. Autonomie des Klienten: Aufmerksamkeit gegenüber dem Klienten, Anregung zur Selbstreflexion, Hilfe zur Selbsthilfe.

  7. Kooperation: Gleichwertigkeit, gute Kommunikaiton, Sympathie, Reflexion der Arbeit, Bereitschaft des Coachs, den Klienten mitbestimmen zu lassen; Bereitschaft des Klienten zur Offenheit und Eigenverantwortung.

  8. Methodische Vielfalt: Grösse des Methodeninventars des Coachs und Abwechslungsreichtum der Struktur des Coachings.

  9. Problempräzision: Analyse des Ist-Zustandes,Begleitung zum Arbeitsplatz (Korrekturhilfe zur Klientensicht), Coach als Korrektiv und Vermittler neuer Sichtweisen.

 

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